Friday, March 30, 2012

Martin Buchsteiner - Zukunft & Gegenwart

Die Geschichte erzählt von einer kleinen Stadt Namens Flagstaff in Main/USA. Im Jahr 1950 sollte der Fluß „Dead River“ zur Gewinnung von Wasserkraft so aufgestaut werden, dass grosse Teile der Stadt überschwemmt werden. Und so kam es auch. Der Stausee hat jetzt eine Fläche von über 82 km2 und das alte Flagstaff gibt es nicht mehr.
Monate vor der Flutung, so wird erzählt, haben die Bewohner aufgehört, an ihren Häusern und Gärten zu arbeiten, sie haben sie völlig vernachlässigt, weil sie wussten, dass ihr Zuhause bald unter Wasser verschwinden würde. So wurde die Stadt in kürzester Zeit zu einer Geisterstadt.

Der Mann, der die Geschichte erzählte, fügte am Schluss hinzu:
„Wo kein Glaube in die Zukunft ist, da ist keine Kraft in der Gegenwart!“

Ich frage mich, was ist unsere treibende Kraft für den Alltag? Was gibt uns die richtige Motivation, das Beste aus dem Tag zu machen, den Gott uns geschenkt hat?

Es war erstaunlich zu sehen, mit welcher Motivation die Skirennläufer beim Weltcup-Finale Mitte dieses Monats hier in Schladming ihre Bewerbe bestritten haben. Obwohl es der Abschluss der Rennsaison war, oder vielleicht gerade aus diesem Grund, haben sie noch einmal alles gegeben, um am Ende am Podest zu stehen.

Eine gläserne Kugel, eine Medaille, Ruhm und Anerkennung können eine Motivation sein, am Morgen aufzustehen und sich für den Tag zu rüsten.

Der Apostel Johannes gibt uns einen weitern Grund:
„Ja, liebe Freunde, wir sind Gottes Kinder, wir sind es hier und heute. Und das ist erst der Anfang! Was darin alles eingeschlossen ist, ist uns vorläufig noch nicht enthüllt. Doch eines wissen wir: Wenn Jesus in seiner Herrlichkeit erscheint, werden wir ihm gleich sein; denn dann werden wir ihn so sehen, wie er wirklich ist. Wer diese Hoffnung hat – eine Hoffnung, die ganz auf Jesus ausgerichtet ist –, hält sich von jeder Sünde fern um so rein zu sein wie er.“ (1. Joh. 3, 2 + 3)

Johannes spricht über eine Hoffnung für die Christen, die alles Bisherige weit übertrifft. „Wir werden Jesus sehen wie er ist“, und noch besser: „Wir werden sein wie er.“

Wenn es eines gibt, das uns Mut und Kraft für den Alltag geben kann, dann ist es genau diese Hoffnung.
Eines Tages werden wir alle Jesus schauen. Darum dürfen wir uns jeden Moment an seiner Gegenwart erfreuen und lernen, als Kinder Gottes zu leben.

Wenn du Jesus kennst, kannst du dich drauf freuen im Alltag, aber vor allem in schwierigen Zeiten, Mut und Kraft darin zu finden. Wenn du Jesus nicht kennst, darfst du beten wie Moses:

„Mach uns bewusst, wie kurz unser Leben ist, damit wir endlich zur Besinnung kommen!“ (Psalm 90:12 HfA)

Martin Buchsteiner
Bibelschulleiter am Tauernhof